Ich besuchte das Takasaki City Theatre. Es war eine Tournee mit einem neuen Mitglied, Christine Busch, Professorin an der Musikhochschule Stuttgart.
Zunächst wurde Mozarts Streichquartett Nr. 20, KV499 „Hoffmeister“ gespielt.
Die vier Instrumente verschmolzen mit einem ganz natürlichen Vibrato zu einer Harmonie von großer Reinheit. Der Klang war schlicht und schön – ein natürlicher mit der Wärme des Holzes.
Im „Streichquartett 1905“ von Webern spielte Sachiko Kobayashi die erste Violine.
Ausgehend von einem sehr leisen Grundklang wurde die Musik mit großer Feinheit und Sorgfalt geformt.
Nach der Pause folgte Schuberts Streichquartett Nr. 15, D887 Auch hier blieb das Vibrato
zurückhaltend, der Klang klar und von großer Reinheit. Die Balance zwischen den
Instrumenten war ausgezeichnet. Immer wieder tauschten die Musikerinnen kurze Blicke.
Hier spürte ich eine gemeinsame Richtung des Musizierens, die wohl nur über viele Jahre entstehen kann. Diese feine Schönheit könnte man vielleicht sogar als „japanisch“ bezeichnen.
Auch Busch passt sehr gut zu dieser musikalischen Richtung.
Besonders eindrucksvoll war das Cello von Chihiro Saito.